Sayaluca Cadempino Lugano II — IHC Oensingen Roadrunners I

Pyrrhussieg zum Qualiabschluss

Zum Abschluss des Grunddurchgangs mussten die Roadies den langen Weg ins Tessin zur zweiten Garde von Sayaluca Lugano antreten. Für die Tessiner ging es darum ihren Playoffplatz zu sichern, währenddem es für die Solothurner darum ging sich den letzten Schliff vor den Playoffs zu holen. Mit präsidialer Unterstützung an der Bande und als Fahrer des Mannschaftsbüsslis (Merci Thomi!) und Coach Flückiger in der Rolle als Feldspieler, wollte man auf der schnell zu bespielenden Unterlage in Cadempino seine Erfolgsserie fortsetzten.

Solide Defensiv Arbeit und glanzvolles Powerplay

Die Partie startete wie eigentlich immer im Palamondo, die Gastgeber drückten sogleich aus Gaspedal und die Gäste mussten sich erst einmal mit dem ungewohnten Untergrund vertraut machen. So war man zumeist mit Defensivarbeit verrichtet und war nur vereinzelt in Ballbesitz, allerdings stand man hinten kompakt und konnte so das Anfangsfeuerwerk der Luganesi unbeschadet überstehen. Je länger die Partie dauerte desto besser kam man auch selber ins Spiel. Dank einem starken Powerplay konnte man bis zur 13. Minute mit 3:0 in Führung gehen obwohl die Hausherren doch mehr Spielanteile hatten. Bis zur Pause konnten diese allerdings mit zwei herrlichen Abschlüssen unter die Querlatte, einer davon ebenfalls in Überzahl bis auf 3:2 verkürzen. Das Spiel war nun lanciert und die Pause kam den Gästen doch gelegen, kam Sayaluca in den Schlussminuten doch noch zu einigen hochkarätigen Chancen.

Schwacher Start und ausgeglichener Rest

Der Start ins Mitteldrittel gelang den Hausherren nahezu perfekt und noch in der 21. Minute gelang ihnen per Ablenker der Ausgleich. Nun hatten die Tessiner deutlich die Oberhand gewonnen und die Gäste wirkten etwas unkonzentriert. Torhüter Elmer hielt seine Farben in dieser Phase im Spiel und musste sich erst in der 28. Minute nach einer wunderbar vorgetragenen Bullyvariante bezwingen lassen. Die Gäste konnten in dieser Phase zwar ein paar Mal alleine auf den gegnerischen Torhüter losziehen, scheiterten jedoch jedes Mal. Der Ausgleich in der 35. Minuten war jedoch dann genau so sehenswert wie die erstmalige Führung der Luganesi, Kanobel P. traf nach doppeltem Doppelpass. Mit dem 4:4 gings in die zweite Pause und Coach Flückiger wollte nun unbedingt den Sieg an streben und nahm sich deshalb selbst aus dem Spiel.

Schwacher Start, Doppelschlag, Schockmoment und Willenssieg zum Schluss

Der Start ins letzte Drittel misslang noch deutlicher als jener in den Mittelabschnitt. Erst fand ein verdeckter Weitschuss den Weg vorbei an Freund und Feind ins Oensiger Tor und kurz darauf konnten die Tessiner einen Direktschuss im Powerplay zur erstmaligen Zwei-Tore-Führung verwerten. Die Gastgeber hatten in dieser Phase eindeutig mehr Biss und mehr vom Spiel. Den Anschlusstreffer von Kipfer konterten die Gastgeber mit einem weiteren Powerplaytreffer. Nun war das Momentum klar auf Seiten der Südschweizer, welche es jedoch nicht schafften den Sack zu zumachen. So war es ein Doppelschalg der Gäste in der 52. Minute, welche die Partie erneut drehte und eine spannende Schlussphase versprach. Fünf Minuten vor Schluss verkam die Partie allerdings zur Nebensache, Zemp blieb nach einem eigentlich harmlosen Zweikampf an der Bande schmerzverzerrt liegen und musste mit Verdacht auf Unterschenkelbruch von der Ambulanz abtransportiert werden. Der Schock stand sämtlichen Akteuren ins Gesicht geschrieben und die Gedanken sämtlicher Akteure waren nun nicht mehr beim Hockey. Nach längerem Unterbruch versuchte man sich wieder auf das Spiel zu fokussieren um weitere Verletzungen zu verhindern und die Partie doch noch zu Ende zu bringen zu können. Die Mannschaft rückte dabei noch enger zusammen und es war klar, dass man nun diesen Sieg für seinen Teamkameraden holen wollte. Auch die Hausherren wurden sichtlich aus dem Konzept gebracht und so gelang Utz im Powerplay der Führungstreffer. Die darauffolgenden, letzten Angriffsversuche der Luganesi wurden vo Oensiger Abwehrverbund rund um Torhüter Elmer zunichte gemacht und so konnte man tatsächlich den zehnten Sieg in Serie realisieren. Nach Spielende folgte dann die nächste positive Nachricht, Zemp hatte zumindest keinen Bruch erlitten und konnte mit der Mannschaft die Heimreise antreten, fällt aber trotzdem auf unbestimmte Zeit aus. An dieser Stelle nochmals Gute Besserung Höru!!

Ein ganz grosses Dankeschön muss an dieser Stelle auch sämtliche Akteure von Sayluca angebracht werden. Nach dem Vorfall versammelten sich sämtliche Spieler und der Betreuerstaff um den Verunfallten um ihm so den moralischen Support zu gewähren. Auch Erstversorgung, Alarmierung und Einweisung der Rettungskräfte verlief reibungslos inkl. Überbrückung der Sprachbarriere. Vielen Dank dafür!

Nun noch einmal zurück zum Sportlichen, die Roadies schliessen eine herrvoragende Qualifikation auf dem ersten Platz, mit nunmehr 10 Siegen in Folge und nur einer Niederlage nach 60min ab. Am nächsten Sonntag empfängt man nun um 14:00 Uhr die Bassecourt Eagles im Sportzentrum Bechburg zur ersten Partie des Playoff-Viertelfinals (Best-of-3 Modus).

 

Telegramm: Sayaluca Lugano II – IHC Oensingen Roadrunners I 7:8 (2:3/2:1/3:4)

SR: Quirici / Pochon

Tore: 05:51 Utz (Niggli) (PP) 0:1; 12:10 Utz (Kanobel P.) (PP) 0:2; 12:23 Zemp (Oliva) (PP) 0:3; 15:31 Niklaus 1:3; 17:02 Perni (Bernasconi) (PP) 2:3; 20:56 Koch (Marzaro) 3:3; 27:36 Goncalves (Perni) 4:3; 35:29 Kanobel P. (Jorns) 4:4; 42:57 Bernasconi (Perni) 5:4; 44:42 Goncalves (Perni) (PP) 6:4; 46:40 Kipfer (Niggli) 6:5; 47:50 Antonini (Koch) (PP) 7:5; 51:15 Kipfer 7:6; 51:25 Utz (Altermatt) 7:7; 57:59 Utz (Niggli) (PP) 7:8

 

Strafen: 3x 2min gegen Oensingen und 4x 2min gegen Lugano

 

Aufstellung Oensingen: Elmer, Niggli, Fluri, Zemp, Jorns, Schneider, Altermatt, Kanobel P., Utz, Oliva, Buchwalder, Flückiger

Bemerkungen: Oensingen ohne Gerber, Perren  L. (abwesend), Müller (gesperrt), Kanobel F., Bongni (verletzt), 55. MInute Zemp verletzt ausgeschieden